Der Technoprogressive Pirat

Mein Buch „Ideal – Die Neue Weltreligion“, ein satirischer Rundumschlag auf unsere Ideale, ist im Kunstanstifter Verlag erschienen! Mehr auf www.ideal-buch.de.

Auf diesem Blog veröffentliche ich politische Positionen zu aktuellen Themen in der Piratenpartei. Mein eher kulturorientierter Blog ist auf www.incredibul.de zu finden.

Mein Abstimmungsverhalten in der Causa Tauss

Einstieg und Hintergrund
Kurz nach der Berlinwahl wirbelte Jörg Tauss gehörig Staub auf. Offensichtlich wurde er von verschiedenen Personen aktiv ausgegrenzt, gegipfelt ist dies in einem Hausverbot in der P9.
Für mich sind hier beide Seiten verständlich: In die P9 kam regelmässig Presse vorbei, viele Beiträge, die während dem Wahlkampf in Berlin gesendet wurden, zeigten die Piraten in der Bundesgeschäftsstelle – die wohl auch Wahlkampf – Homebase war.
Nun ist natürlich nachvollziehbar, dass hier die Reißleine gezogen wurde. Man stelle sich vor: Tauss hängt lässig in der Bundesgeschäftsstelle der Piratenpartei ab, während gerade ein Redakteur des Tagesspiegels oder Spiegels reinkommt.
Vor diesem Szenario erscheint mir die Kurzschlussreaktion des Hausverbotes auch ohne weitere Gründe zu wissen zwar nicht korrekt – aber gleichzeitig muss ich mich wundern, dass Jörg Tauss, der ja eigentlich aus der Partei ausgetreten war, weil er ihr nicht schaden wollte, derart die Öffentlichkeit mit den Piraten sucht. Es ist nicht der erste Wahlkampf, in dem er aktiv mithelfen will, und er nimmt große Distanzen in Kauf, um an Wahlkämpfen teilzunehmen. Es stößt mir sauer auf, formell ja alles richtig zu machen („Ich bin  ausgetreten, damit der Piratenpartei durch meine Person kein Schaden entsteht“), in der Praxis wird aber ausgerechnet da, wo Piraten in der Öffentlichkeit sichtbar sind bis hin zu dem von der Presse am stärksten aufgesuchten Ort während des Wahlkampfs (die P9), Präsenz gezeigt. 

Der Antrag
Etwas überraschend kam für mich dann im OTRS System am 5.Oktober die Information des Landesvorstands, dass ein Mitgliedsantrag von Jörg Tauss vorliegen würde. Da Tauss meiner Meinung nach unstrittigerweise eine Person öffentlichen Interesses ist, habe ich kurzerhand auf Twitter an die Vorstandskollegen geschrieben, dass wir eine Bombe im Ticketsystem haben. Hier noch ohne Namensnennung Tauss. Dafür habe ich kurz danach von drei Landesvorständen einen Rüffel bekommen und kurz danach mit Sven telefoniert. Im nachhinein war mein Tweet ein Fehler: Jörg Tauss hat eben nicht versucht, das über die Basis zu lösen, sondern über die Institutionen der Partei. Der Landesvorstand wollte jedenfalls mit uns dringend ein Gespräch führen. Vorher hat der LV den Antrag noch bei sich behalten.

The Big Picture
Das ist insofern keine ganz einfache Entscheidung, weil die Personalie Tauss eine Person öffentlichen Interesses ist. Bei dem Sturm von emotional aufgeladenen Meinungen, die schon bei seinem damaligen Eintritt durchs Netz schwirrten, filtere ich für mich zwei starke Positionen raus, zwischen denen ich persönlich abwegen musste:
1. Die Piratenpartei ist offen für alle. Was @mspr0 mit seiner Plattformneutralität (http://www.ctrl-verlust.net/glossar/plattformneutralitat/) meinte, gilt auch für Mitgliedseintritte: Die Piratenpartei selbst ist mehr eine Plattform, die politisches Engagement in die Institutionen trägt und nicht wie andere Parteien ein Zusammenschluss von Menschen, die zwingend den selben Meinungs- Werte- oder Kulturhorizont haben. Aber: Auch die Piraten kommen ohne Grundkonsens nicht aus. Plattformneutralität funktioniert z.B. nur, wenn jede Form von Schubladendenken abgelehnt wird. Nach dieser Interpretation wäre eine Verweigerung von Jörg Tauss Mitgliedschaft ein Bruch mit den eigenen, ja und hier kommt das Wort: Werten (Hier wird oft fälschlicherweise das Wort der Rechtstaatlichkeit bemüht.).
2. Die Piratenpartei kommt selbst ohne Werte überhaupt nicht aus. Die Behauptung, man wäre ja für alles offen, übertüncht dass die Plattformneutralität selbst auf bestimmten Werten und Vorstellungen fusst. Jörg Tauss hat, wie so viele Politiker vor ihm, zwar formell das Richtige getan (er ist aus der Partei ausgetreten) – aber in der Praxis nicht ernstgenommen(er hat sich möglichst oft in der Öffentlichkeit mit den Piraten gezeigt, gegipfelt ist das beim Pressemagnet P9). Vertrauen und Verlässlichkeit sind Werte, die in jeder Beziehung zwischen Menschen eine wichtige Rolle spielen. Die Enttäuschung und das Gefühl des Hintergangenseins bringt Claudius Holler mit den Worten „Wir hatten einen Deal“ gut zum Ausdruck: http://claudiusholler.tumblr.com/post/11944942217/als-ein-schrecken-ohne-ende. Da kann Jörg Tauss noch so sehr für sich beanspruchen, dass er ja keinen Vertrag mit irgendjemand geschlossen hat: Seine Aussagen wurden als Deal wahrgenommen.

Was bei meiner Entscheidung keine Rolle spielen sollte (vielleicht aber doch an der ein oder anderen Stelle getan hat)
Ich glaube nicht, dass es wirklich objektive Entscheidungen geben kann. Aber das benennen der weichen Faktoren kann helfen, diese wenn schon nicht auszuschließen, diese zumindestens abzudämpfen. Ich benenne auch, wie stark ich mich von diesen evtl. lösen musste.

1. Der gute Ruf.
Ja, ohne Frage wäre ein Beitritt von Jörg Tauss ganz sicher ein heißes Thema in Presse und Öffentlichkeit. Das dieser einer Menge Piraten ein Bürde auflastet, ist auch klar. Aber das kann keine Entscheidungsgrundlage für eine Verweigerung einer Parteimitgliedschaft bei den Piraten sein. Tatsächlich habe ich gegenüber Sven behauptet, dass die Sache maßlos überschätzt wird und die Presse das so interessant vermutlich gar nicht findet. Die Zukunft wird zeigen, ob da noch mehr Trubel drum rum kommt. Meines erachtens durfte die Reaktion der Presse bei der Entscheidung keine Rolle spielen, etwas, was mir persönlich eher leicht fällt.

2. Der Prozess
Es gibt die Argumentation, dass Tauss wenn, dann erst nach seiner Bewährung eintreten dürfte. Das sehe ich anders. Tauss Engagement gegen Kinderpornographie ist wesentlich älter als die Piratenpartei. Die Strafe fand ich jedoch dennoch angemessen, da sie ausschließlich auf die Tätigkeit und nicht auf die Motivation abgezielt hat. Ich habe nicht das juristische Fachwissen, um das im Detail zu verstehen, aber ich sehe es generell kritisch, wenn Leute sich selbst mit Polizeiarbeit legitimieren.

3. Mein Eindruck von Tauss
Mit Tauss hatte ich einige Diskussionen auf der BW-Mailingliste. Das war bei der Bremen Wahl so, wo er nicht müde wurde, sich über den Bremer Wahlkampf zu echauffieren. Generell redet Tauss gerne Piraten in irgendwelche Schubladen. Ich habe ja selbst erlebt, wie schnell Tauss mich selbst in irgendeine diffuse „Lauer-Truppe“ gesteckt hat. Die Art und Weise, wie Jörg Tauss Piraten gegeneinander ausspielt, habe ich im übrigen direkt an ihm oder im Diskurs auf der BW-Mailingliste und nie an ihn vorbei kritisiert. Das heißt: Ja, wir hatten unseren Mailinglisten-Beef. Hier muss ich zugeben, dass es mir an dieser Stelle besonders schwer fiel, meinen Eindruck von Tauss von meinem Wahlverhalten zu trennen.

Was meines Erachtens eine Rolle spielen sollte
1. Tauss Parteiaustritt und der Zeitpunkt seines erneuten Mitgliedsantrags
Jörg Tauss kann es drehen und wenden wie man will: Er selbst hat die Aussage gemacht, dass er aus der Partei austritt, um von ihr Schaden abzuwenden:

"Wir müssen an den Infoständen über unsere Inhalte diskutieren können und dürfen nicht durch eine Tauss-Debatte gelähmt werden. Aus diesem Grunde erkläre ich meinen Austritt aus der Partei"
Unabhängig davon, ob das nun ein Versprechen war oder ein dahingeworfener Satz: Dass er den Mitgliedsantrag im Zusammenhang mit der P9 Sache stellt, stinkt nach Opportunismus und ist genau das, was mich sonst immer von der Politik abgeschreckt hat: Relativierte, gebrochene Versprechen. Meines Erachtens hätte er damals nicht unbedingt austreten müssen (ausser, wenn die Aussage des damaligen Vorstandsmitglieds Benjamin Stöcker gilt: http://twitter.com/#!/einfachBen/status/129811867823644672 , aber das wenn, dann telefonisch war, lässt sich das im Nachhinein nicht beweisen).

2. Die Instrumentalisierung des LV BaWü 
Das, was mich aber letztendlich empört hat, war, dass Jörg Tauss den Mitgliedsantrag stellt, um den LV BaWü in der P9 Sache hinter sich zu stellen. Statt sich das Vertrauen auch ausserhalb von BaWü zu erarbeiten, wird dem LV BaWü die Pistole auf die Brust gesetzt. Wir haben leider nicht alle Mails vom Landesvorstand bekommen, und ich hoffe ehrlich gesagt, dass der LV bei einer Person des öffentlichen Interesses davon absieht, das allzu kompliziert zu machen, aber folgende Kriegsrhetorik, alles Zitate von Tauss, ging an den LV (übrigens habe ich Tauss öffentlich darum gebeten, dass wir Mailverkehr mit Vorständen veröffentlichen dürfen, und er hat zugestimmt):
"In gar keinem Falle werde ich aber das Hausverbot kampflos hinnehmen.
Vor  diesen Typen kapituliere ich nicht. Herr da Silva tönt schon rum,
der Tauss  sei erlegt und seine "Gebete" seien erhört worden. Der Kerl
ist mir egal.  Aber den anderen Lauers & Co gönne ich den Triumph nicht."
"Ein Wiedereintritt Tauss wäre der heftigste Schlag, den man den
Freunden versetzen könnte;)"
„Warnen will ich aber vor der Peukert-Strategie, mich weiter auflaufen
zu  lassen, um sich so medial zugleich von Kinderpornografie absetzen zu
können.  Damit wären nach seiner Auffassung 2 Fliegen mit einer Klappe
geschlagen.  Dieser Versuch führt aber, um es ganz klar zu sagen, zu
verbrannter Erde.“
Für die, die nicht wissen, was der Begriff Verbrannte Erde aussagt: http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrannte_Erde
Mit anderen Worten, Tauss will eine Eskalation in der Partei und will Leute dafür auf seiner Seite haben. Das ist der Grund für seinen Mitgliedsantrag. In einer gemäßigten Mail schreibt er dann, diesmal auch an den BzV Karlsruhe:
Völlig losgelöst von der  Person Tauss: Wenn ich etwas in diesen 38 Jahren gelernt habe, dann ist es das,  dass man Konflikte nicht aussitzen oder ignorieren kann. Wenn das oben  Geschilderte einreisst, ist es nicht im "fernen Berlin", sondern wird im  Erfolgsfall zum innerparteilichen Modell. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, Euch dies zu prophezeien. Allein aus diesem Grund habe ich den Eintritt erklärt. Deutlicher als mit einer erneuten Mitgliedschaft könntet Ihr jetzt nicht  eindeutig signalisieren, dass Ihr dies nebst unterlassenen Auskünften und Intransparenz schlicht nicht duldet.
Das hat er natürlich schön geschrieben. Aber hier steckt drin, dass er den Eintritt nur deshalb erklärt, weil er den LV BW politisch instrumentalisieren will. Dazu muss ich noch sagen, dass mein Eindruck nicht ist, dass es unterlassene Auskünfte gab, nur war Tauss mit dem Inhalt dieser Auskünfte schlichtweg nicht zufrieden. Die Inhalte kann man ja durchaus diskutieren, aber der Vorwurf von Intransparenz ist gewagt. Auf seinem eigenen Blog (http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=2649) wird mit Einverständnis des betreffenden BuVo Mitglieds ein Mailverkehr veröffentlicht.

3. Der Mitgliedsantrag als Druckmittel
Eigentlich wollten zumindestens einige aus dem Bezirksvorstand vor unserer Entscheidung noch mit Tauss reden. Dann aber erreichte uns diese nett formulierte Mail:
Betreff: Fwd: Antwort: Re: Nachfrage wegen Interview vergangene WocheDatum: Thu, 27 Oct 2011 13:32:52 +0200Von:

Hallo,    
der Fairness halber teile ich mit, dass zur Frage Beitritt eine Fernsehanfrage des SWF eingegangen ist (vermutlich Report Mainz). Das ganze entwickelt sich zu einem Lehrstück, was passiert, wenn man kleine Konflikte  seitens des BuVo bewusst eskaliert oder eskalieren lässt. 
Wenn endlich das Hausverbot vom Tisch wäre und zum Missverständnis erklärt  wird ziehe ich meinen Antrag bis zum 1. 6. 2012, dem Ablauf meiner Bewährung, zurück. Und davor reden wir in Ruhe und friedlich und nicht öffentlich über das  ob und überhaupt.
Viele Grüße
Jörg
Das ganze liest sich erstmal wie ne nette Info („der Fairness halber“) von Jörg Tauss. Darin steht aber nichts anderes, als dass er 
1. Ein Interview mit der Presse hat
2. Dass er den Mitgliedsantrag, natürlich nur bis zu einem bestimmten Stichtag, zurückzieht, wenn seine Forderungen bezüglich Hausverbot so erfüllt werden, wie er sich das vorstellt
Kurzum: Der Mitgliedsantrag wird nochmal ganz deutlich als Druckmittel genommen, es wird ein Kuhhandel vorgeschlagen. Eins ist ganz klar: Ich lasse mich nicht erpressen und gehe irgendeinen politischen Kuhhandel auf diesem Niveau ein. Wir haben dann beschlossen, dass wir genau wegen dieser Mail den Antrag sofort und nicht erst nach einem evtl. Gespräch mit Tauss abblitzen lassen. Keiner  von uns hat sich gewünscht, über diesen Mitgliedsantrag entscheiden zu  müssen, aber Tauss selbst hat ihn symbolisch aufgeladen: An dem Antrag hing die Frage, ob wir „ein Signal setzen“ und uns gegen bestimmte Piraten positionieren. Das ist keine Interpretation, sondern geht aus seinen Mails wortwörtlich hervor.

Nochmal zwei wichtige Hinweise zum Schluss:

1. Hier geht es NICHT darum, Leute von meiner Meinung zu überzeugen, sondern mein Abstimmungsverhalten, was gegen die Wiederaufnahme lautete, nachvollziehbar zu machen. Das ist keinesfalls eine Rechtfertigung, ich stehe auch weiterhin zu meinem Abstimmungsverhalten. Es soll lediglich meinen Gedankengang verständlich machen.
2. Das ist meine Begründung und meine allein. Die anderen Mitglieder des Bezirksvorstands Karlsruhe haben andere Begründungen und dürfen mit Fug und Recht auch selbst entscheiden,ob sie Ihre Entscheidung öffentlich machen. Tauss hat ganz bewusst den Weg über die starren Insitutionen gesucht, statt das mit der Basis auszuhandeln und auch bei seinen Kritikern langsam Vertrauen aufzubauen. Wir hätten wirklich besseres zu tun gehabt.

Politische Kampfrhetorik oder: Die Sehnsucht nach einem überschaubaren Leben

Die neue Querfront
Ich hatte es in meinem letzten Artikel bereits kritisiert, dass das linke Spektrum versucht, einen einheitlichen sozialen Körper zu schaffen, sei es Volk, Klasse, Arbeit oder eben Geschlecht. Der „linke“ Weg, gesellschaftliche Mißstände zu kritisieren, ist es, die betroffenen als Gruppe zusammenzufassen, die benachteiligt sind.

In letzter Zeit gibt es ein sehr besorgniserregendes Phänomen im linken Spektrum, das es zu Beginn der 1930er Jahre in der Weimarer Republik schonmal gab: Die Querfront.

Aufhänger sind für mich nicht erst die Thesen von Sarrazin, der Menschen in statistische Gruppen einteilt. Es ist im linken Spektrum ja immer schon populär gewesen, den US-Amerikaner als solchen als „dumm“ zu bezeichnen. Das war schon immer radikale sprachliche Gewalt, die aus Subjekten Objekte macht. Anders ist bei Sarrazin nur, dass hier nicht die Starken, sondern die Schwachen Opfer des Schubladendenkens werden.

So findet Sarrazin bei Wählern der Linkspartei mehr Zustimmung als bei Wählern der CDU, schon Lafontaine sagte 2005, der Staat sei „verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und -frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen“. Dazu nehmen die Islamophoben Wahnvorstellungen von Alice Schwarzer mit jedem ihrer Artikel an Schärfe zu.

Linksintellektuelle kritisieren dieses immanente Risiko der Linken durchaus, zu denen ja Hardt und Negri gehören, auf die ich mich in meinem letzten Artikel bezogen habe. Und es muss fairerweise angemerkt werden, dass dies kein rein linkes Problem ist (nur: hier enttäuscht es am meisten, und hier dringt es am tiefsten in die Mitte der Gesellschaft – „Wenn es doch schon die Linken sagen“). Wenn ein Westerwelle über spätrömische Dekadenz bei Arbeitslosen redet, dann entfernt er sich meilenweit von jedem liberalen Gedanken. Auch Rechtspopulisten bezeichnen sich als Liberal – und es ist ein ziemlich gutes Indiz, dass eine Partei Rassismus und/oder Intoleranz predigt, wenn in ihrem Namen „Freiheit“ vorkommt.

Man kann nur den Kopf schütteln, wenn man betrachtet, wie eine Verschwörungstheorie (nämlich die, das Europa „Islamisiert“ wird, was schlichtweg eine unfassbar verrückte These ist) tief in die Mitte der Gesellschaft schleicht. Es werden in ganz Europa Gesetze gemacht, die ganz klar auf Menschen einer bestimmten Glaubensrichtung abzielen.

Verallgemeinert
Interessanterweise wird bei der eigenen Klientel immer darauf geachtet, dass keine Verallgemeinerung stattfindet. Nirgendwo äußert sich das schöner als bei Wolfgang Bosbach von der CDU. Nachdem Amoklauf in Baden-Württemberg einer verheirateten Juristin, die in einem Sportschützenverein war, äußerte er sich folgendermaßen zu einem Waffenverbot: „Wegen einer solchen Tat kann man nicht Millionen von Sportlern die Ausübung ihres Sports verbieten.“

Der selbe Bosbach hatte in der Killerspieldebatte anch dem AMoklauf von Winnenden noch gesagt: „Sollte sich tatsächlich herausstellen, daß der 18 Jahre alte Täter sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit Killerspielen beschäftigt hat, müßte der Gesetzgeber nun endlich handeln.“

Uniformität des Anderen
Bei einem solchen Gruppendenken ist immer sichtbar, dass der benachteiligten Gruppe keine Vielfalt zugestanden wird. Während es die eine Deutsche Kultur nicht gibt, sondern unzählige kulturelle Strömungen, die jeden einzelnen beeinflußen und ihren Ursprung zu großen Teilen auch in anderen Ländern haben, wird den Migranten eine gleichströmige Kultur unterstellt. Es ist völlig absurd, von Migranten zu fordern, dass sie Goethe zitieren können und Lederhosen tragen, während ihre deutschen Klassenkameraden langsam herausfinden, ob sie lieber Gitarrenmusik aus Großbritannien, Elektro aus Australien oder kubanische Tänze mögen. Wenn Sie denn überhaupt Musikbegeistert sind.

Und es ist genauso völlig absurd, zu denken, Migranten hätten eine Einheitskultur (die womöglich noch die Gesellschaft „unterwandern“ will).

Sagen, wie es ist
Oftmals werden grobe Verallgemeinerungen damit verteidigt, dass da halt mal einer ausgesprochen hat, wie es ist. Dabei sind eben diese Verallgemeinerungen immer grobe Abstraktionen und theoretische Gebilde. Wir sind schliesslich alle Zeugen der Erosion sozialer Identitäten. Nur ein Gedankenexperiment (welches ich mir vom österreichischen Sozialwissenschaftler Karl Reitter ausleihe): Stellen wir uns einen jungen Mann vor, der seine Festanstellung gekündigt hat – Die Verhältnisse hat er nicht mehr ausgehalten – er lebt mir seiner Freundin zusammen (diese ist im Job voll engagiert, damit fällt der Großteil der Hausarbeit auf ihn), als Arbeitsloser bezieht er Unterstützung. Heimlich, das Arbeitsamt wurde nicht informiert, hat er sein unterbrochenes Studium wieder aufgenommen. Das Geld reicht nicht wirklich, also arbeitet er „schwarz“ am Wochenende in seinem Stammlokal, der Besitzer ist ein Freund von ihm, und der Verdienst ist nicht so schlecht: Er akzeptiert, dass die Sozialleistungen ausbleiben. Übertrieben? Wohl kaum. Solche Fälle gibt es unter postfordistischen Bedingungen zuhauf.  Und welche fixe Identität kommt dem Mann zu? Ist er Hausmann, Student, Arbeitsloser, Prekär Beschäftigter? Alles zugleich oder von allem ein bisschen? Und was gibt der Mann an, wenn er befragt wird, zu welcher der Gruppen er dazugehört?

Und wer denkt, dass wäre bei Menschen aus anderen Kulturkreisen irgendwie anders, der hat sich gewaltig geschnitten. Einen starren Lebenslauf hat der chinesische Wanderarbeiter genausowenig wie der deutsche Freelancer – oder der Manager eines großen Unternehmens. Das heißt nicht, dass es gar keine festen Arbeitsplätze mehr gibt, aber ganz sicher gibt es keine einfachen, monokausalen Erklärungen nach Kultur, Klasse, Rasse, Stadt- oder Landbewohner.

Die Sehnsucht nach der einfachen Antwort
Der Markt fordert immer mehr Flexibilität von uns, und weil wir uns immer weniger mit den Unternehmen identifizieren, in  denen wir arbeiten, wird auch unsere Arbeit immer mehr nur unsere Arbeitskraft. Freie Projekte, die abseits vom Markt entstehen, sei es Linux, die Wikipedia oder Wikileaks zeigen, dass es doch nicht wenige gibt, die etwas schaffen wollen, das einen unbestreitbaren Nutzen für die Gesellschaft hat.  Tatsache ist: Wir blicken nicht mehr durch. Wir verstehen nur Teilmengen der Welt, wir brauchen die anderen, um wieder das Ganze zu verstehen.

Die Menschen sehnen sich nach einfachen Antworten und nehmen diese als „die Wirklichkeit“ wahr. Am schlimmsten betroffen sind Verschwörungstheoretiker mit Aluhut, die meinen, das eine große Übel (Ausserirdische, ein Mittelalterlicher Geheimbund oder die Geheimdienste) in der Welt gefunden zu haben.

Zurück zur Piratenpartei
Nun habe ich den subjektiven Eindruck, dass in der Piratenpartei größtenteils Menschen sind, die Komplexität interessant finden und Vielfalt mögen. Und das ist auch wichtig, um bei einem komplexen Machtnetzwerk aus Regierungen und Wirtschaft die Freiheitseinschränkungen aufzudecken. Es gibt nicht die eine böse Partei oder das eine böse Unternehmen, sondern unzählige Akteure. Und die gewaltigste Aufgabe, die wir politisch zu lösen haben, ist den Menschen zu erklären: Das Problem ist nicht, dass unser System nicht perfekt funktioniert. Das Problem ist ein System, was perfekt funktionieren will und Menschen nur noch als Zahnrad einer geölten Maschine sieht. Es gibt ein ganz grundlegendes Problem mit der Ausnahmezustandsrhetorik der Politik. Es ist der Krieg gegen den Terror, gegen Kinderpornographie, gegen die Schulden, gegen die Faulen und/oder Integrationsunwilligen, die uns immer tiefere Einschnitte in unsere Freiheiten bringen. Und die Gesellschaft nickt dazu.

Eine Kritik am Schluss
Allerdings: Das Vermeiden von Schubladendenken darf nicht dazu führen, dass bei den Problemen weggeschaut wird, wo eben von Politik oder Gesellschaft tatsächlich eine Gruppe benachteiligt oder gar diskriminiert wird. Nur weil wir die Menschen nicht in Gruppen einteilen wollen, heißt das nicht, dass die Gesellschaft das nicht tut.

Die Piratenpartei war leider bei ihren Kernthemen bei zwei wichtigen Themen still: Die geplante E-Aufenthaltskarte für Ausländer und die Frage, wieviel Datenschutz Erwerbslosen zugestanden wird. Die letzte öffentliche Pressemeldung der Piratenpartei beschäftigte sich kritisch mit dem Geld, was die Bundesregierung für Imagepflege ausgibt. Die E-Aufenthaltskarte für Ausländer stand da schon drei Tage in der „Welt“.

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Die Piratenpartei: Von Gender und Multitude.

Prämisse

Am Bundesparteitag in Bingen kam, diesmal im Real Life, die Genderthematik wieder auf. Aber wider erwarten sind es nicht Maskulisten mit konservativem Familienbild, die hier am massivsten Leena angefahren haben. Die Queers waren es, die sich diskriminiert fühlten. Das verwundert mich eigentlich nicht: Der Postfeministische Ansatz ist nämlich nicht einfach nur eine Worthülse. Der Postfeminismus, geprägt durch Judith Butler, ist eine radikale Position. Momentan eckt die Piratenpartei nur mit Differenzfeministinnen an, aber sobald die Konservativen erstmal kapieren, was sich hinter Postfeminismus tatsächlich verbirgt, werden Differenzfeministinnen und -maskulisten sowie Konservative in breiter Front gegen die Piratenpartei stehen. Und hier stelle ich die These auf, dass die Piraten eben auf keinen Fall ein behäbiger Nerdhaufen sind, der irgendwo in der Mitte rumdümpelt, sondern tatsächlich: Vorne. Das hört sich platt an, aber holen wir etwas weiter aus.

Warum sich die Piratenpartei von Links und Rechts distanziert
Während meines Kommunikationsdesign-Studiums hat mich ein Buch ganz besonders fasziniert:„Multitude“ von Michael Hardt und Antonio Negri. Ich habe es nach dem Bundesparteitag eben nochmal aus dem Regal geholt. Und schon auf dem Klappentext kommt es mir so vor, als ob hier ein fiktives Manifest der Piratenpartei eine Einleitung findet:

„Das Projekt der Multitude drückt nicht nur den Wunsch nach Gleichheit und Freiheit aus, es verlangt nicht nur eine offene und alle einbeziehende demokratische Gesellschaft, sondern stellt auch die Mittel bereit, dies alles zu erreichen.“

Nun sind Michael Hardt und Antonio Negri ausgewiesene Linksintellektuelle. Aber der Inhalt des Buches eckt ganz gewaltig mit der politischen Praxis des linken politischen Spektrums an. Nicht zuletzt, weil diese nicht nur direkt kritisiert wird, sondern in einem Atemzug mit rechten Bewegungen genannt wird:

„Ganz gleich, ob es sich dabei um Bürgervereinigungen, Arbeit, Familie oder Vaterland handelt – in all diesen Fällen geht es letztlich darum, den einheitlichen sozialen Körper wieder herzustellen und damit das Volk wieder zu erschaffen. Auch bei der gemäßigten europäischen Linken findet sich diese nostalgische Sehnsucht nach traditionellen sozialen Formen und Gemeinschaften, doch in Europa äußert sie sich meist nicht in Klagen über die Isolation und den Individualismus unserer Zeit, sondern in der sterilen Wiederholung längst überholter Gemeinschaftsrituale. Gemeinschaftspraktiken, die einst Teil der Linken waren, werden nunmehr zu leeren Schatten von Gemeinschaft und führen nicht selten zu sinnloser Gewalt – man denke an gewalttätige Fußballholligans, charismatische religiöse Sekten, das Wiederaufleben eines stalinistischen Dogmatismus oder an den neu entflammten Antisemitismus.“

Und hier, finde ich, erklärt sich auch, warum die Piratenpartei sich vehement dagegen wehrt, links oder rechts eingeordnet zu werden. Sie wehrt sich, im Gegensatz zu Linken wie Rechten, als einheitlicher sozialer Körper dargestellt zu werden: Diese versuchen auch heute noch, einen einheitlichen sozialen Körper, sei es Volk, Klasse, Arbeit oder eben Geschlecht, herzustellen. Aber nach Negri und Hardt tritt an Stelle der Klasse oder des Volkes die Multitude, ein offenes Beziehungsgeflecht, deren Teilnehmer keine homogene, mit sich selbst identische Gruppe sind. Dem „Volk“ und „der Arbeiterklasse“, wird ein einheitlicher Willen unterstellt, aber die Multitude ist eine formlose, formbare Masse, zusammengehalten durch Interessen seiner Singularitäten.

Und was hat das nun mit Gender zu tun?
Negri und Hardt beziehen sich in „Multitude“ eben auch auf Queer Politics (und gehen dabei auch ausführlich auf Judith Butler und den Postfeminismus ein). In ihren Augen sind diese ein

„ausgezeichnetes Beispiel  für ein solch performatives kollektives Projekt der Rebellion und der Schöpferischen Tätigkeit. Sie bedeutet weniger eine Bestätigung homosexueller Identitäten als vielmehr eine Umkehrung der Identitätslogik ganz allgemein. Es gibt keine queer bodies, sondern nur queer flesh, das der Kommunikation und Kooperation sozialen Verhaltens innewohnt.“

Und genau hier haben wir, in der Gegnerschaft zur Piratenpartei, den unbewußten Schulterschluß zwischen Feministen, Maskulisten und Konservativen. Sie wollen einen einheitlichen sozialen Körper wieder herstellen, nicht Volk oder Klasse, sondern Frau und Mann. Hier wird den Frauen und Männern jeweils ein einheitlicher Willen unterstellt, genau, wie es die Linke mit der Klasse und die Rechte mit dem Volk tut. Polemisch formuliert: Wo Differenzfeministen (Edit am Ende des Artikels) darauf bestehen, dass Frauen und Männer die Welt unterschiedlich sehen, geben sie dem Comedian und Held der Konservativen Mario Barth unbewußt high five, der ganze Fußballstadien damit füllt, Frauen und Männern grundsätzlich unterschiedliche Eigenschaften zu unterstellen. Natürlich nur zur Unterhaltung. Die Multitude jedoch formt sich eben aus den Interessen der einzelnen Mitstreiter. Nicht Männer sind die Gegner der Frauen und umgekehrt, sondern Umstände und Mechanismen, die Menschen in ein System der strukturellen Gewalt zwängen.

Die Piraten wehren sich vehement gegen jede Einzwängung in einen sozialen Körper. Sie wollen nicht Links und nicht Rechts sein, nicht Frau oder Mann, ja allein schon der Versuch, Lager in der Piratenpartei auszumachen (zwischen denen, die das Programm ausweiten wollen, und denen, die dies nicht wollen), befällt sie mit Unbehagen. Ja, wo verorten sie sich denn nun, wird da gefragt. Die Antwort darauf geben für mich Hardt und Negri: Singularitäten (der Begriff Individuum wird übrigens vermieden), die gegen gesellschaftliche Mißstände antreten, in dem sie sich für eine offene, alle einbeziehende, globale Gesellschaft einsetzen.

Gegen Rechts und Links
Ob es rechte Volks- oder linke Klassenideologie ist: Einer Gruppe in eine Homogenität zu zwängen tut jedem Subjekt in ihr Gewalt an und positioniert sie gleichzeitig als Gegner zu anderen Gruppen. Die Möglichkeiten der Vernetzung, die wir heute dank des Internets haben, machen sowohl Klassen- als auch Volksideologie unnötig. An ihre Stelle treten kooperative und kommunikative Netzwerke, die sich thematisch zusammenschließen.

Keine Utopie
Die Multitude ist jedoch keine Utopie. Sie ist eine Notwendigkeit. Im Vorgängerbuch zu „Multitude“, „Empire“, machen Negri und Hardt eine Bestandsaufnahme und kommen zu dem Schluss, dass die Machtstrukturen unserer Gesellschaft bereits vernetzt sind. Lobbyarbeit und  Datenbankgeschäfte lassen grüßen. Und auch wenn Negri und Hardt aus der linksintellektuellen Ecke kommen: Eine linke Partei kann die Multitude nicht verstehen. Mit der immer neuen Suche nach dem Sündenbock der Gesellschaft (sei es der überbezahlte Manager, der faule Hartz-IV Empfänger, der Langzeitstudent, die integrationsunwilligen Migranten oder gar Islamisten, jüngst die verlotterten Griechen) üben sie unbewusst den politischen Schulterschluss mit der Elitenpolitik der Bürgerlichen, den sie suchen nicht nach Gemeinsamkeiten, sondern nach Unterschieden. Die einen sprechen vom Klassenkampf, die anderen von der Notwendigkeit von Eliten.

Mehr als ein Thema
Die Piratenpartei ist keine Ein-Themen Partei. Sie ist der politische Ausdruck einer vernetzten Gesellschaft. Geradezu rücksichtslos entern die Piraten die ganz wesentlichen Themen, die von den Linken und Liberalen schon längst vergessen wurden. Die Austauschbarkeit der anderen Parteien, die alle in eine „Mitte“ wollen, hat mit der Erodierung ihrer eigenen Prinzipien und einer die Gesellschaft spaltende Sündenbockpolitik zu tun. Im Gegenteil unterscheiden sich die Parteien mittlerweile nur noch in der Wahl ihres Sündenbocks, und mit offenen Armen wird jede Möglichkeit, einen neuen Schuldigen zu finden, auch wenn sie noch so Menschenverachtend ist, empfangen. Hier setzt die Piratenpartei an, um eine Gesellschaft zu verhindern, die sich gegenseitig mißtraut und dabei nicht merkt, dass in ihrer Spaltung das Kontrollinstrument liegt.

Wo das Linke Parteienspektrum das Feindbild der Manager und Spekulanten aufmacht, stellt die Piratenpartei die Frage an die Gesellschaft: Was ist mit Allgemeingütern? Wollt ihr wirklich, dass Genmaterial von Pflanzen und Tieren in Zukunft den Konzernen gehören, nur, damit es die Wirtschaft ankurbelt? Können wir womöglich einstmalige Allgemeingüter zurückerobern, können wir die Kultur der Kulturindustrie entreißen und wieder allen in die Hände geben?

Wo die FDP über die Faulen oder Leistungsunwilligen richtet, stellt die Piratenpartei die Frage nach den Bürgerrechten. Wie weit darf der Staat in das Privatleben eingreifen? Wie ermöglichen wir es jeder Einzelnen und jedem Einzelnen, das beste aus ihrem Leben zu machen? Respektieren wir unsere Unterschiede und Neigungen?

Nein, die Piratenpartei ist mitnichten eine Ein-Themenpartei. Sie holt die alten, untergegangenen, längst vergessenen Schätze der alten Parteien hervor. Sie ist die einzige Antwort auf eine Politik, die schon längst nicht mehr gestaltet, sondern nur noch kontrolliert. Aber in Momenten, wo 160.000 Menschen eine Petition gegen Zensursula unterschreiben, wo fast 150.000 Menschen gegen Atomkraft auf die Strasse gehen, wo bundesweit 85.000 Menschen für den Bildungsstreik eintreten, da bekommt die Politik eine Ahnung, wie instabil ihre Kontrolle ist, sobald Menschen ihre Klasse, Rasse, ihr Geschlecht und ihre Leitkultur mal links und rechts liegen lassen und sich zusammenschließen. 

*Edit 17.5. 2010, 18:50: Mittlerweile hat sich eine Differenzfeministin zu Wort gemeldet und gemeint, sie besteht keineswegs auf das Unterschiedlich sehen. Auch wenn das ganze „polemisch formuliert“ ist: Offensichtlich eine schlimme Verallgemeinerung meinerseits. Sorry dafür und ich hoffe, ich habe jetzt die Differenzfeministinnen nicht vergrault, ich weiß: Mario Barth ist nicht nur in euren Kreisen eine schlimme Beleidigung. Das finde ich zumindestens schonmal sympathisch, dass ihr dem kein High Five geben wollt ;)